Klaus Dietz: Bücher wichtig für Kopfarbeit

Überwältigt zeigte sich der Wetterauer Landtagsabgeordnete Klaus Dietz (CDU) von der Vielfalt der Medien in der Stadtbücherei, die in einem historischen Gebäude an der Stadtmauer untergebracht ist.

Dietz traf sich mit der Leiterin der Stadtbibliothek, Kathleen Kmetsch, der Seniorenbeauftragten in Nidda, Hildegard Schneider, sowie Brigitte Müller vom Vorstand des CDU-Statdverbandes, um sich ein Bild von dem Kleinod in der Krugschen Gasse zu machen.

Kathleen Kmetsch, die ihren Master in Library und Information Science absolviert hat, erläuterte beim gemeinsamen Rundgang die verschiedenen Medien und deren Ausleihmöglichkeiten. Den Hauptanteil bildeten immer noch die Ausleihe von Büchern vor Ort, auch wenn das Interesse an der Online-Ausleihe und an E-Books steige. So kämen während der Öffnungszeiten zwischen 80 und 100 Personen jeden Alters in die Bücherei; in den Sommerferien würden sogar bis zu 350 Ausleihen pro Tag getätigt, dazu kämen noch die Online-Ausleihen, berichtet Kmetsch.    

Die Stadtbibliothek, die mit den Kindertagesstätten sowie den Schulen eng zusammen arbeite, biete außerdem in den Sommerferien bereits seit vielen Jahren den Leseclub für Kinder verschiedener Altersgruppen an. In diesem Jahr nutzten 80 Kinder aus Nidda und den umliegenden Gemeinden dieses Angebot, Tendenz steigend, so Kmetsch weiter.

Das große Einzugsgebiet bei den Ausleihern zeige sich auch bei den 15 ehrenamtlichen Helferinnen, ohne die die verschiedenen kulturellen Angebote gar nicht möglich wären, so die Leiterin der Bibliothek in ihren Ausführungen. So kämen diese aus verschiedenen Gemeinden der Wetterau mit teilweise langen Anfahrtszeiten, um sich hier in Nidda zu engagieren. „Ich möchte diese Unterstützung nicht mehr missen, zumal diese dazu beitragen, unsere Arbeit transparenter zu machen“, betont die Bibliothekarin.

Seniorenbeauftragte Hildegard Schneider, die vor 5 Jahren den Tanzkreis für Senioren sowie vor 10 Jahren das Literaturkaffee ins Leben rief, stelle fest, dass das Interesse an Literatur bei den älteren Menschen sehr groß sei. „Unsere Lesungen sowie die anschließenden Diskussionen tragen dazu bei, geistig rege zu bleiben und aus der Isolation, von der häufig die ältere Generation betroffen ist, zu helfen“. Auch das biografische Schreiben, welches von einer Germanistin begleitet werde, trage dazu bei und ermutige die Senioren, ihre Fähigkeiten zu entdecken. Sie bedauere, dass die Bücherei nicht barrierefrei sei. So sei es Menschen mit Gehbehinderung nicht möglich, das obere Stockwerk zu erreichen.

„Inzwischen haben wir zur Unterstützung eine weitere Halbtagskraft bekommen“, zeigt Kmetsch sich erleichtert. Nur so kann die Fortführung der  vielfältigen Aufgaben gewährleistet werden“. Für den Bestand der Bücherei sei es wichtig, auch in Zukunft Veranstaltungen anzubieten. Auch die persönliche Ansprache werde immer im Vordergrund stehen, trotz der wachsenden virtuellen Möglichkeiten, so Kmetsch, die optimistisch in die Zukunft blickt.

Er könne dies aus vielen Gesprächen bestätigen. Für die Kopfarbeit seien Bücher nach wie vor wichtig, andere Medien würden nach neuesten Erkenntnissen bei der geistigen Aufnahme einfacher ablaufen, so Dietz. „Kinder verarbeiten Bücher anders als andere Medien, und für ältere Menschen sei es für den Erhalt der Teilhabe unerlässlich, sich mit dem Medium Buch auseinander zu setzen. Geistige Fitness  trage auch zur körperlichen Fitness bei, so der CDU-Politiker abschließend.

Foto: Gabriele Reichhold

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