Einen Grund zum Feiern hatten jetzt die Organisatoren des Senioren-Mittagstisches in Nidda. Vor zehn Jahren gründete die Seniorenbeauftragte der Stadt Nidda, Hildegard Schneider, mit Unterstützung der Stadt den Mittagstisch für Seniorinnen und Senioren.

Dieses Jubiläum nahm Hildegard Schneider zum Anlass, die inzwischen 25 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu einem Dankeschön-Abendessen einzuladen.
Um sich ebenfalls für das unermüdliche Engagement zu bedanken, war auch der Wetterauer CDU Landtagsabgeordnete Klaus Dietz gekommen. Dietz, der den Mittagstisch im Karl-Dietz-Haus in Nidda schon vor Jahren im Rahmen seiner regelmäßigen Wahlkreisbesuche kennenlernen konnte, lobte den Einsatz der Helferinnen und Helfer und zitierte in seinem Grußwort ein afrikanisches Sprichwort: „Ihr Europäer habt die Uhr – und wir die Zeit“.

Heute habe man keine Zeit mehr, zu geschäftig seien die Menschen unterwegs, ältere Menschen dadurch oft isoliert, so der CDU Politiker. Dietz weiter: „Sie als ehrenamtliche Helferinnen und Helfer schenken diesen Menschen Ihre Zeit und Zuwendung, holen sie für ein paar Stunden aus ihrer Isolation“.

In ihrem Rückblick schilderte Schneider den nicht immer leichten Start des Mittagstisches. „Es gab auch Kritiker, die nicht an dieses Projekt glaubten und schon gar nicht daran, dass wir das ehrenamtlich auf die Beine stellen können“, so Schneider nicht ohne Stolz. Ein wichtiges Anliegen Schneiders sei es, älteren Menschen Gelegenheit zur Gemeinsamkeit, Unterhaltung und zu Kontakten untereinander zu geben. Ein geregelter Tagesablauf mit regelmäßigen Mahlzeiten in netter Gesellschaft sei gut für die Seele, so die Seniorenbeauftragte. Deshalb sei der Mittagstisch keineswegs als Konkurrenz zum „Essen auf Rädern“ zu sehen, da beide Angebote unterschiedliche Ziele verfolgten.

„Die Nachfrage nach dem von einem ortsansässigen Metzger frisch zubereiteten Mittagessen wächst stetig. Inzwischen haben wir 15 bis 20 Anmeldungen täglich“, erläutert Hildegard Schneider die Entwicklung. Das Angebot gebe es von Montag bis Freitag, Anmeldungen seien täglich bis zehn Uhr möglich und einen Fahrdienst mit ehrenamtlichen Fahrern gebe es ebenfalls. Das Fahrzeug, das alle 18 Stadtteile anfahre, werde von der Stadt kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dennoch mache Schneider sich Sorgen um die Zukunft des Mittagstisches im Karl-Dietz-Haus. Es fehle an Nachwuchs für das Ehrenamt, es kämen kaum jüngere Menschen nach, die sich gerade hier engagieren wollten. Freiwillige Helfer würden immer gebraucht, ja händeringend gesucht.

Dietz betonte abschließend, dass Ehrenamt zwar nicht reich mache, aber bereichere. In diesem Sinne wünsche er diesem erfolgreichen Projekt alles Gute auf seinem weiteren Weg.

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